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Bali

Zwei Monate ist es schon her.

Vorbereitungen und Hinflug

Ein lang geheckter Traum ging in Erfüllung. Der Start in der Urlaub war perfekt. Ich habe es super mit der Arbeit getimt und hatte genug Freiraum um die letzten Erledigungen für den Urlaub zu treffen. Das Wochenende war auch komplett durchgeplant. Wir waren Samstag noch auf den Geburtstag meines Bruders und hatten Abends Besuch einer Freundin. Entspannen konnten wir aber nicht 😀 Wer Michi kennt, weiß dass auf den letzten Drücker das Bügeleisen noch raus muss und das Kofferpacken zeigte sich auf einmal nicht mehr von der entspannten Seite. Bali sollte unser zweiter gemeinsamer Urlaub sein aber der erste der etwas länger ging und auf einem anderen Kontinent war.

Ich hab die Nacht von Samstag auf Sonntag komischerweise gut geschlafen, obwohl ich es vor Vorfreude kaum abwarten konnte. Der Flieger ging erst spät abends so hatten wir noch den ganzen Tag. Aber da merkte ich schon, dass Bali nicht so easy peasy wird, wie gedacht. Michel hatte sich vorab extrem für die Gegebenheiten auf Bali interessiert und sich schlau gemacht was da gerade los war. Natürlich sollte man immer wissen womit man es zu tun hat wenn man vereist, aber zu viel des Guten war dann doch eben halt einfach zu viel. Er hatte vor Abflug ein super unwohles Gefühl und wollte am liebsten zu Hause bleiben. Ich dachte mir nur “ach es wird schon nicht so schlimm”.

Über den Flug muss ich fast gar nichts sagen. Alles verlief reibungslos. Wir hatten uns damals im April dazu entschieden mit Emirates zu vereisen und über Dubai zu fliegen. Alles tippitopi 🙂

Canggu

Als wir allerdings auf Bali ankamen, hätte ich mich dann doch für einen anderen Flug entschieden. Nämlich einen wo man am Ziel zur Tageszeit ankommt. Wir sind gegen 21Uhr Ortszeit angekommen und es war stockduster. Es hat seine Vor- und Nachteile. Allerdings ist es nun wirklich schöner die Umgebung einmal zusehen bevor man erschöpft ins Bett fällt. Das Einzige was zu sehen war: ABSOLUT ÜBERFÜLLTE STRAßEN. Ich komme nicht gerade aus einer Kleinstadt und kenne mich bestens aus in Sachen viele Menschen aber das was dort los war …. HAMMER. Es waren hinter unserem Taxi ca 9 Mopeds, rechts und links neben uns auch nochmal jeweils 5 und vor uns nochmal eine ganze Menge. Es hört sich normal an, war es aber nicht 😀

Unsere erste Unterkunft war ca. 40min vom Flughafen entfernt und von draußen absolut unscheinbar. Als wir zu unserem Zimmer oder eher zu unserer Villa geführt wurden, fühlte ich mich absolut wohl. Der Gang war durch die ganzen Pflanzen komplett grün und man hörte Grillen überall. Die Tür ging auf und Licht war im Zimmer an. Das Licht spiegelte sich auf unseren privaten Pool. PRIVATER POOL? Ja ihr habt richtig gelesen. Ich konnte es kaum glauben. Wo kann man sich schon eine Unterkunft leisten mit einem eigenem Pool? Das ging wirklich nur auf Bali. Ich kam an dem Abend aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Am nächsten Tag, unser erster an dem wir Bali bei Tageslicht sahen, wussten wir irgendwie gar nicht wohin mit uns. Dadurch dass wir die eigene Villa hatten, waren wir ziemlich abgeschottet von der Außenwelt. Wie man es sich schon denken kann, ging unser erster Weg aber richtig ESSEN. Ich hatte leichte bammel wie das Essen so ist. Ich hatte immer nur gehört “sei vorsichtig und iss nicht alles”. Also habe ich mit Pancakes angefangen uuuuuund nie wieder aufgehört. Denn diese Pancakes sind/waren von einem anderen Planeten. Unfassbar lecker. Also sollte ich fürs Lunch oder Dinner nichts finden, hatte ich auf jeden Fall einen Plan B.

Nach dem Essen ging es zum Strand, Fußweg ca 15 min, für mich 30 😀 Klar ich bin nicht die Schnellste und man ist ja auch im Urlaub. Aber bei dem Straßenverkehr ohne Fußgängerweg ging es einfach nicht schneller.

Am Strand angekommen bin ich einfach stehen geblieben. Ich habe links von mir die Palmen im Wind wehen gehört, den Sand zwischen meinen Zehen gefühlt und das weite Meer mit den meterhohen Wellen gesehen. Ich konnte nicht ein Wort rausbringen. Für mich ist das einfach unglaublich was die Welt geschaffen hat. Direkt am Strand befand sich eine Strandbar, die ich schon auf Instagram entdeckt habe. “Finns” unsere absolute Lieblingsbar. Coole Musik, leckeres Essen – was will man mehr. Man kann dort auch liegen mieten, die waren uns dann aber zu teuer. Wir sind an dem Tag anschließend nur noch durch Canggu geschlendert und haben die Seele baumeln lassen. Am nächsten Tag haben wir ein Taxi genommen und wollten rüber nach Uluwatu fahren. Wir haben uns dort den Sunday’s Beach Club angeschaut, waren am Suluban Beach und dem Padang Padang Beach. Uluwatu ist auf jeden Fall sehenswert. Und das Beste an den Trip war eindeutig der Taxifahrer. Gede hat uns super tips gegeben und war unheimlich freundlich. Wir haben bis heute sogar noch Kontakt zu ihm.

Abends haben wir uns dann im Supermarkt ein paar Snacks geholt- oder halten wir uns kurz – chiiiiips! Ich musste ja schlief ich testen ob man in Indonesien Chips essen kann! Eindeutig ja 😀 so kam es dann auch dazu dass wir an der Kasse ein deutsches Pärchen kennen gelernt haben. Mit den haben wir die folgenden Tage verbracht.

Als der Tag kam, dass wir rüber nach Ubud fuhren, waren wir uns nicht ganz sicher ob das schlecht oder gut war. Gede hat uns abgeholt und uns zu unserem Hotel gebracht. Wir haben uns null wohl gefühlt obwohl das Hotel wirklich süß war. Allerdings hatten wir das Pech ein Zimmer zu erwischen von wo man direkt auf ein Armenviertel schaute. Wie entschlossen uns ziemlich schnell wieder zurück nach Canggu zu gehen. Verbrachten aber eine Nacht in Ubud. Wir haben uns vor Ort noch den Markt angeschaut und haben kleine Mitbringsel für Freunde und Familie besorgt.

Am nächsten Tag hat uns Gede wieder abgeholt und hatte das deutsche Pärchen dabei. Wir wollten uns Bali Swing, Monkey Forrest und Wasserfälle in der Nähe anschauen. Im monkey Forrest sollte man unbedingt auf seine Sachen aufpassen, die Affen sind nämlich ganz schön flink:D mein absoluter Traum war Bali Swing. Ziemlich kostspielig aber es hat sich gelohnt und ich werde definitiv wieder dort hin fahren, wenn ich nochmal auf Bali sein sollte.

Zurück in Canggu haben wir wieder in die Villa eingecheckt. Abends hatten wir uns mit dem Pärchen verabredet um Karten zu spielen und den Abend ausklingen zu lassen.

Und dann passierte es

Irgendwas war anders. Meine Waden fingen an zu wackelt und ich hatte keine Kontrolle mehr über den Boden. Ein ERDBEBEN. Wir rannten alle auf Wiese, der Pool schwappte über und es kam ein komisches Gefühl auf. Man wusste ehrlich gesagt nicht wie man reagieren sollte. Michi hatte bereits vorher immer einen Rucksack gepackt falls etwas passiert. Wir sind die raus auf die Straße gegangen um zu gucken wie die Lage ist. Aus unserer Anlage kamen einige raus und wussten auch nicht wirklich was sie machen sollten. Wir liegen zum Hotel des Pärchens, damit die auch noch ein paar Sachen holen konnten. Unterwegs kamen uns unzählige Kunde entgegen, die unheimlich aggressiv waren. Einer von den hat uns allerdings bis zum Strand begleitet und hat uns auf einer Art und weise beschützt. Als wir aus der Anlage der Deutschen raus kamen, stand der Hund immer noch da. Er hatte wohl auf uns gewartet und ist anschließend mit uns zurück zur Villa gelaufen. Auf dem Rückweg traute ich meinen Augen nicht. Da stand dann mitten auf der Kreuzung ein Bulle. Er war vlt ein Meter von uns entfernt, wir mussten ja schließlich dran vorbei. Aber – alles gut gegangen. Kurz vor der Villa dann der nächste Schock. 8 Hunde liegen auf uns zähnefletschend zu und umzingelten Carla. Ich habe echt gedacht dass das alles nicht wahr sein kann. Durch das Erdbeben waren die Tiere total beunruhigt und aggressiv. Eine absolute Horrornacht. Ich wollte trotzdem nicht Heim. Michel ging es allerdings so schlecht dass wir beschlossen zurück zu fliegen. Den letzten Tag haben wir dann am Strand verbracht und haben versucht die Nacht irgendwie zu verarbeiten.

Bali ist definitiv eine Reise wert. Allerdings muss man damit zurecht kommen dass Bali nicht nur Entspannung ist. Die Straßen sind überfüllt und Touristen sind überall verstreut. Auch mit Erdbeben sollte man klar kommen und aber auch zeitgleich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir werden definitiv wieder dort hinfliegen. Die Hälfte haben wir leider nicht sehen können also ist die Liste von Bali noch lang.

Caroline

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